Echte Gefahr oder kein Grund zur Panik?


Blutdruckmittel und Hautkrebs: Gibt es wirklich einen Zusammenhang?
Hautkrebs durch Blutdruckmedikamente

Manche Blutdruckmedikamente erhöhen die Licht- und Sonnenempfindlichkeit der Haut. Dies ist kein Grund zur Panik, aber es ist wichtig, darauf hingewiesen zu werden. Was müssen Patienten und Patientinnen wissen, wenn sie diese Medikamente einnehmen?

Welche Medikamente sind betroffen?

Einige Klassen von Blutdruckmedikamenten – besonders bestimmte Diuretika (Wassertabletten) und Thiazide – können die Haut photosensitiv machen. Das bedeutet, dass die Haut stärker auf Sonnenstrahlung reagiert. Dies kann zu verstärktem Sonnenbrand, Rötungen oder Pigmentveränderungen führen. Auch andere Blutdruckmedikamente können diesen Effekt haben, müssen es aber nicht.

Das Risiko für Hautkrebs

Ein erhöhtes Hautkrebs-Risiko durch photosensibilisierende Blutdruckmedikamente existiert, ist aber nicht automatisch und garantiert. Das Risiko hängt von vielen Faktoren ab: wie viel Sonne Sie sich aussetzen, Ihre Hauttyp, die Dauer der Medikamenteneinnahme und Ihre genetische Veranlagung. Viele Menschen nehmen diese Medikamente über Jahre, ohne Hautprobleme zu entwickeln.

Wie Sie sich schützen

Der beste Schutz ist Sonnenvermeidung und Sonnenschutz. Dies sollte Sie ohnehin tun, egal welche Medikamente Sie nehmen. Tragen Sie Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor auf, besonders wenn Sie draußen sind. Schützende Kleidung wie Hüte und langärmlige Hemden helfen ebenfalls.

Was Sie tun sollten

  • Fragen Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, ob Ihr Blutdruckmedikament photosensibilisierend wirkt
  • Verwenden Sie täglich Sonnencreme (mind. LSF 30) – ganzjährig
  • Achten Sie auf Veränderungen Ihrer Haut und berichten Sie diese
  • Regelmäßige Hautuntersuchungen beim Dermatologen sind sinnvoll

Eine Kombination aus Blutdruckmedikament und erhöhtem Sonnenschutz ist vollkommen normal und machbar. Ihr Arzt und Ihre Apotheke können Sie beraten, ob Ihr spezifisches Medikament Photosensibilität auslöst und welche Vorsichtsmaßnahmen für Sie persönlich sinnvoll sind.

Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung.