Cremen, schwimmen, duschen, cremen

Für Menschen mit Neurodermitis (Atopischer Dermatitis) ist Baden und Schwimmen oft ein Dilemma. Chlor, Salzwasser und die Austrocknung durch Wasser können Schübe auslösen. Doch mit den richtigen Maßnahmen lässt sich die Haut schützen – und Sie können Spaß im Wasser haben.
Was schadet der Neurodermitis-Haut im Wasser?
Chloriertes Wasser kann die natürliche Schutzbarriere der Haut durcheinanderbringen und Irritationen verstärken. Auch Salzwasser trocknet die Haut aus. Warmes Wasser ist generell problematischer als kühles. Nach dem Wasserkontakt verdunstet Wasser von der Haut und entzieht ihr dabei Feuchtigkeit.
Vor dem Schwimmen: Vorbeugende Maßnahmen
Tragen Sie eine dünne Schicht rückfettender Creme oder Öl auf die Haut auf. Dies wirkt wie ein Schutzfilm. Manche Personen mit Neurodermitis tragen auch Neoprenanzüge, um die Haut von Chlor abzuschirmen. Idealerweise sollten Sie nicht zu lange im Wasser sein – 30 bis 45 Minuten sind oft ausreichend.
Sofort nach dem Schwimmen: Die richtige Nachsorge
Dies ist der wichtigste Punkt: Waschen Sie sich schnell mit lauem Wasser ab und tupfen Sie die Haut trocken. Danach sofort reichhaltig cremen. Verwenden Sie eine feuchtigkeits- und fetthaltige Creme oder Öl in den ersten Minuten nach dem Duschen. Dies ist entscheidend, um die Feuchtigkeitsverluste auszugleichen.
Praktische Tipps
- Cremen Sie vor dem Schwimmen, waschen Sie danach, cremen Sie nach dem Waschen
- Wählen Sie schwimmen in kühlerem, weniger chloriertem Wasser wenn möglich
- Tragen Sie ggf. einen Neoprenanzug
- Verständigen Sie sich mit Ihrem Arzt auf einen individuellen Plan
Mit dieser Routine können Sie als Mensch mit Neurodermitis durchaus schwimmen gehen. Der Schlüssel liegt in der konsequenten Pflege davor und besonders danach. Ihre Apotheke hat spezielle Pflegeprodukte für empfindliche, neurodermitische Haut im Sortiment und berät Sie gerne.
Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung.